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Toy 4

Toy 4
Andrew_K

Jessica öffnete die Auge und war im ersten Moment verwirrt. Sie spürte fast nichts. Sie spürte ihr Gesicht und ihren Hals, darunter war alles weg. Als ihr Blick klarer wurde, sah sie das besorgte Gesicht von Nicole und dem Professor.
„Bist du wach?“, fragte Nicole.
„Ich glaube ja“, sagte Jessica. „Es ist komisch, ich fühle nichts.“
„Wir haben die Nervenbahnen noch nicht final verbunden”, sagte der Professor. “Das geht nur, wenn du wach bist. Sonst hebst du nachher ein Bein, wenn du jemanden die Hand schütteln willst.“
„Sag mir genau, wo du was spürst. Ich werde dich ganz leicht mit einer Feder streicheln“, sagte Nicole.
Sie spürte ein Kribbeln am linken Finger, was sie auch sagte. Worauf hin der Professor sagte: „okay tatsächlich nicht der Fuß.“
So ging es eine ganze Zeit lang weiter, bis alle Extremitäten richtig sortiert waren. Dann bedankte sich Nicole bei Martin und schmiss ihn regelrecht aus dem Labor.
„Jan? Du auch. Kümmer dich um den Druck von Jannets Beinen.“
„Der Drucker läuft auch ohne mich.“
„Dann mach sonst was, hier klingst du dich jetzt aus.“
„Ist ja gut. Ich bin ja schon weg.“
„Männer“, sagte Nicole. „Schatz, ich werde dich nun an den besonderen Stellen streicheln. Wenn es sich richtig anfühlt, sagst du es, ja?“

Plötzlich war sie wie elektrisiert, ein wohliger Schauer durchfuhr ihren Körper und sie stöhnte lustvoll auf. Ihr Arm fuhr wie von selbst zu der Stelle, von wo das Gefühl kam.
„Warte“, sagte Nicole. „Das ist noch nicht ganz richtig. Plötzlich war das Gefühl weg und nur eine Erinnerung, um dann wieder auf zu tauchen. Diesmal spürte sie auch ihre Hand daran.
„Das feinsinnig musst du in den nächsten Tagen selber üben, ich kann nur die groben Verbindungen setzen. Aber ich denke, dass bekommst du schnell hin. Warte noch ein bisschen, damit ich alles schließe und dann kannst du auch schon versuchen, dich auf zu richten.“
Da sie jetzt wieder im Besitz der meisten Gefühle war, fühlte sie, wie Nicole an ihrem Hinterkopf die Hautlappen zuklappte, dann noch ein Gefühl von Nässe und dann konnte sie plötzlich den Kopf bewegen. Zumindest in der Theorie, zuerst klappte er nur zur Seite. So konnte sie sehen, das Monika neben ihr auf einem anderen Tisch lag.
So wie sie da lag, konnte man sehen, dass ihre Brust wieder an ihr war.
„Wie lange war ich weg?“
„Zwei Tage.“
„Monika, warum ist sie noch nicht soweit. Bei ihr war doch viel weniger zu tun.“
„Da gab es eine junge Dame, die musste ihr unbedingt eine dreifache Portion Nervenstimulanz spritzen. Die musste erst einmal wieder aus dem Körper raus, sonst hätte sie die Operation umgebracht, was die junge Dame auch so fast geschafft hätte. Monika hatte nur noch zwei Liter Blut in sich. Es war ziemlich an der Grenze.”

Jessica schauderte. Die Erinnerungen zauberten eine Gänsehaut auf ihren Körper.

„Es freut mich, deine Reaktion zusehen“, bemerkte Nicole und strich Jessica über den Arm, was die Gänsehaut noch verstärkte. „Es zeigt, dass die Ersatzhaut gut funktioniert und vor allem, dass du noch ein Mensch bist, mit einer Seele.“

Jessica drehte den Kopf und schaute Nicole fragend an.

„Die Köche haben mir erzählt, was du mit Monika gemacht hast. Das war über allem, was wir je getan haben. Nie haben die Gäste gesehen, dass wir an einem lebenden Menschen herum geschnitten haben. Das war immer ein Fake, den sie zu Gesicht bekamen. Und sie dann noch vom eigenen Fleisch kosten zu lassen. Mir wird Angst und Bange um dich, wenn ich nur daran denke.“
„Es war Schweinefleisch. Ich hab es vorher aus dem Immitatenschrank geholt. Ich wollte nie soweit gehen. Ich hatte gehofft, dass es sie früher ins Off schickt. Deswegen die hohe Dosis. Aber Monika wollte wirklich bis zum Ende gehen. Wahrscheinlich bis ich ihren Bauch aufschneide und ihr ihr noch schlagendes Herz vor Augen gehalten hätte.“
„Stattdessen hast du ihr die Brust abgerissen? Weißt du, wie lange ich gebraucht habe, die wieder auf zu setzen?“
„Wird sie wieder was spüren, in der Brust meine ich.“
„Das liegt an ihr und ich denke auch an dir.“
„An mir?“
„Ja irgendwie habe ich das Gefühl, dass das mit dir und ihr durch die Aktion da oben noch nicht beendet ist. Auch eine der Gründe, warum ich ihr Koma verlängere. Ich habe das Gefühl, ihr wird ein oder zwei Engel erscheinen.“
„Zwei?“
„Ja.“ Sanft drückte Nicole ihren Kopf in die andere Richtung. Dort lag Jannet. Bei ihr waren die Arme bereits an der richtigen Position. An den Stellen, wo die Beine hinkamen, war ihr Körper geöffnet und jede Menge Röhrchen führten davon weg.
„Als sie hörte, dass du und Monika bereits im Prozess seit, hat sie darauf bestanden, auch sofort operiert zu werden. Jan hat ihr gezeigt, wie du mit ihrem Shelf durch den Garten gelaufen bist.“
„Ihr Shelf?“
„Ja, sie ist genauso Gut darin wie du, nur dass sie Jahre dafür geübt hat. Sie sagte, wenn du dazu im Stande seist, dann würde sie es auch schaffen. Und wenn ihr gemeinsam trainiert, dann sei das besser, als dass sie weiter zum zuschauen verdammt sei.“
„Sie ist stärker als du denkst“, sagte Jessica.
„Bei weitem nicht so stark wie du. Der Dolcett ist weit über der Grenze des erträglichen für sie gewesen. Die Tatsache, dass die noch immer hier sind, bereitet ihr eine riesige Angst. Sie kann zwar gerade nicht aufstehen, aber ich sehe ihre Augen sich erweitern, wenn ich in die Nähe ihrer Scham komme. Ob sie das überwinden wird, kann ich nicht sagen.“
„Vielleicht kann ich ihr auch da helfen“, sagte Jessica.
„Ich hoffe es.“

Jessica begann sich langsam mit den Armen hoch zu drücken, nach einer gefühlten Ewigkeit saß sie aufrecht. Es war so anstrengend, dass ihr der Schweiß kam. Nicole beobachtete jede Regung ihres Körpers genau. Jessica sah an ihrem Körper herunter und blickte dann erstaunt Nicole an.

„Ich sehe keine Nähte.“
„Hättest du erwartet wie Frankenstein Monster aus zu sehen? Vom Nähen sind wir mittlerweile weg. Heute werden solche Sachen geklebt. Mit dem Stoff, der die Zellen auch so verbindet. Allerdings kann man trotzdem deine alte von deiner neuen Haut unterscheiden. Deine Brüste und deine Scham sind deine alte Haut. Der Rest ist brauner. Das liegt daran, dass wir die Pigmentierung nicht hinbekommen haben. Du wirst nicht mehr so schnell Braun. So wirst du immer so aussehen, als kämst du gerade aus dem Urlaub mit Bikini Streifen. Allerdings solltest du in Zukunft Sonnenbänke meiden. Dort könntest du es tatsächlich erreichen, dass deine Bikini Zone dunkler wird als der Rest deines Körpers. Die anderen sehen immer aus als würden sie Badeanzüge tragen.“
„Also absolut keine Narben?“
„Nein, nur die Seelischen, die kann ich dir nicht nehmen.“
„Ich denke, dass ich mit ihnen leben kann. Was passiert nun mit den anderen, z.B. Jan und Alex?“
„Es ist merkwürdig, dass du das fragst. Seit dem du hier bist, verbreitet sich auch die Hoffnung bei ihnen, obwohl einige es für sich schon aufgeben hatten und sie sich in ihrer neuen Rolle eingelebt hatten, z.B. die beiden Japaner. Heute fragte sie mich doch glatt, ob auch sie wieder Kinder bekommen könnten, wenn ihr Körper fertig sei. Seit sechs Jahren sind sie Teil der Küchen, ohne dass ich sie noch als Menschen wahrnehme.“
„Es sind alles Menschen. Ihr habt sie in Gläser mit Nährlösung gesteckt. Ihr habt ihr Fleisch mit Schweinen gekreuzt und sie an Roboter angeschlossen und in Milchfarmen mit Literaturprogramm gesteckt, aber es sind alles Menschen. Sogar die Kannibalen sind welche, wobei ich immer noch dafür bin, sie im Dolcettkeller mit einem Messer alleine zu lassen. Und dann später zu schauen, ob noch einer übrig ist. Und dann die nächsten zu laden. Bis alle weg sind.“
„Martin wollte ursprünglich ein BBQ veranstalten und dann das Ganze hier sprengen, mit allen hier drin.“
„Ganz ehrlich? Ich finde das ist zu gnädig für die. Ich finde, sie sollen das erfahren, was ich an Monika getan habe. Weißt du, dass die gekommen sind, als ich sie filetiert habe“, fragte Jessica.

Nicole war wirklich beeindruckt. Es war spannend zu sehen, was dieses aufgebracht Sein mit Jessica machte. Sie war aufgestanden und war, während sie sich über die Geilheit der Gäste empörte, den Gang zwischen den Tischen auf und ab gegangen. Als wenn der Körper schon immer ihrer gewesen wäre. So als wenn die letzten zwei Monate ohne Arme und Beine nie existiert hätten.
„Weißt du eigentlich, dass du unglaublich sexy bist, wenn du dich aufregst?“, sagte Nicole. „Ich meine das natürlich platonisch.“ Schob sie schnell hinterher. „Wie fühlt es sich an, wieder zu gehen und zu stehen?“

Jessica schaute erst verwirrt und dann dämmerte ihr die Erkenntnis, dass sie stand. Sie schloss die Augen und fühlte mit den Zehen den kalten Boden. Sie fühlte ein leichtes Schwanken, weil sie noch nicht 100% Herr von sich war. Sie spürte einen sanften Windhauch von der Klimaanlage, der sich sofort in harten Nippeln und einem anschwellenden Venushügel manifestierte. Sie spürte, wie sich die Blume ihrer Scham öffnete und die Lippen sich Blättern gleich auffalteten. Sie wurde geil bei dem Gedanken, dass dies gerade bei ihr passierte und sie fühlte ihre Beine zittern und weich werden. Sie fühlte sich von Armen sanft gefangen, die sie aufhoben und auf ein leicht staubiges Sofa legten.

„Ich glaube es ist genug für den ersten Tag“, sagte eine männliche Stimme, deren Besitzer sie gerade so gerne neben sich liegen haben würde. Stattdessen wickelten sie die Arme in die wohlige Wärme einer Decke ein, die sie auf der ganzen Haut spürte, bis hinunter zu ihrem Zehen. Sie wackelte damit, sie hatte wieder welche. Sie war glücklich als sie einschlief.

***

Am nächsten Morgen wurde sie in ihrem Zimmer von der Sonne geweckt, aber sie lag nicht alleine dort. Im ersten Moment dachte sie, sie hätte von dem neuen Körper nur geträumt, als sie Jannets glatten Schädel vor den Augen gewahrte. Aber dann spürte sie, dass sie ihre Arme um sie gelegt hatte. Und dass Jannet ihre zwischen sie verschränkt hielt. Ihre Beine, spürte sie, lagen ineinander verschränkt da und sie konnte die warme weiche Haut von ihr auf ganzer Länge spüren. Nur auf Grund dieser Berührung wollte sie eigentlich nicht aufstehen, aber sie hatte Hunger. Sie hatte seit Tagen nicht mehr richtig gegessen und die letzte Mahlzeit weckte unangenehme Erinnerungen.

Vorsichtig weckte sie Jannet.

„Morgen Schatz, es wird Zeit auf zu stehen, Frühstück.“

Jannet gähnte ausgiebig, streckte einen Arm über den Kopf, um sich zu Strecken und wurde sich dann gewahr, das sie noch einen zweiten hatte, dessen Hand Jessica Brust leicht knetete. Sie wollte sie loslassen, doch Jessica hielt sie fest.

„Mach weiter, dass ist schön, du machst das wirklich schön sanft.“

Jannet sah Jessica in die Augen und streichelte weiter über die Brust, mit der anderen Strich sie ihr über den kahlen Schädel.

„Selbst ohne Haare bist du sehr schön“, stellte sie fest. „Ich wollte immer eine Freundin haben, am liebsten mit kurzen Haaren. Frag nicht wieso. Möchtest du meine Freundin sein?“

Jessica nahm Jannet in den Arm und küsste sie lange.

„Ach Jannet, das bist du doch schon längst.“

Sie löste sich von ihr und warf die Bettdecke von sich.

„Komm jetzt, ich habe Hunger ich könnte einen Bären essen. Oder zu mindestens ordentlich Eier mit Speck. Und Toast und Marmelade.“
„Dann wird dir das Frühstück nicht gefallen“, sagte Jannet und richtete sich auf.

Sie runzelte die Stirn. „Jan? Wo ist der Stuhl, ist schon wieder die Batterie alle?“
„Was willst du mit dem Stuhl, du hast Beine“, kam die Stimme von Jan.
„Genau“, sagte Jessica. „Auf, lass uns gehen.“ Sie stand schon neben dem Bett.
„Wie soll ich das machen, ich bin noch nie auf eigenen Beinen gestanden.“
„Nicht denken, machen.“
„Nein Jessica, ich kann das nicht.“
„Okay Jannet, ich komm wieder zurück ins Bett und ich werde dich da so lange kitzeln, bis du freiwillig aufstehst.“

Sagte und sprang ins Bett und machte ihre Drohung wahr. Bald rauften beide wie wild durch die Kissen. Bis Jannet lachend aus dem Bett sprang und hinter der Tür, wo bisher der Shelf gehangen hatte, Schutz suchte. Jessica stand auch auf, öffnete die Tür und sagte dann: „siehst du? Du stehst. Und nun komm. Ich hab wirklich großen Hunger.“

Sie ergriff Jannets Hand und zog sie etwas steifbeinig staksend hinter sich her. In der Küche blieb sie wie angewurzelt stehen. Die beiden Küchenmeister bereiteten etwas zu, das verdächtig nach gegrilltem Mensch aussah.

„Was ist das?“
„Ich hab doch gesagt, dass dir das Frühstück nicht gefallen wird. Wir müssen uns die nächste Zeit hauptsächlich von Fleisch ernähren. Sehr viel Fleisch. Und das meiste Fleisch hier im Haus sind halt diese Immitate.“
“Und ich dachte immer, dass man dies bisher vor dir geheim gehalten hat.”
“Das haben sie auch, Aber jetzt ist es nicht mehr nötig, wo ich doch auch alles weiß. Pia hat mir alles gebeichtet, was sie je hinter meinem Rücken verborgen haben. Also macht es mir nichts mehr aus. Es ist Formschicken in Menschengestalt. Also grillen wir sie und essen sie. Bevor sie schlecht werden.”
„Das werden wir nicht, nicht so. Das darf Monika nicht sehen. Die sollen es zerkleinern, Schnitzel draus machen oder Wurst, mir egal. Aber Monika soll nicht an den Dolcett erinnert werden, nicht so.“
„Wie du meinst“, sagte Jannet und setze sich an den Tisch. „Willst du Cunt oder Titte?“

Jessica erschauerte. Es war für sie grade mal gefühlte drei Tage her, dass sie genau diese Frage Monika stellte.

„Du bekommst Cunt. Titte ist sowieso ekelig mit den ganzen glibbrigen Kugeln darin. Fischeier in Sahne sind das, aber trotzdem ekelig.“

Jessica verzog insgesamt das Gesicht. Sie hätte ein Steak gegessen, zur Not zum Frühstück. Aber dieses herum schnippeln an dem weiblichen Körper erweckte Gefühle in ihr, die sie verdrängen wollte, unbedingt. Sie konnte es sich selber nicht eingestehen, aber Monika zu schneiden hatte ihr Spaß gemacht. Und genau das machte ihr eine Heiden Angst. Mensch essen war trotzdem widerlich. Und jemanden beim Akt zu töten auch. Sie würde sich in nicht all zu ferner Zukunft ihrem Dämon stellen müssen.
Sie nahm abwesend Jannet das Messer ab und schnitt sich eine Beinscheibe ab. Da konnte sie nichts verkehrt machen. Dann begann sie zu essen. Es schmeckte herrlich. Sie verstand nicht, warum sie plötzlich so fleischsüchtig war. Aber Jannet lieferte die Erklärung.

„Es sind die neuen Muskeln, sie verbrennen keinen Zucker sondern Eiweiss. Auch braucht dein Körper nur noch ein viertel, beziehungsweise bei dir ein Sechstel aller anderen Nährstoffe. Deswegen wirst du ab jetzt ein Fleischesser sein. Zucker braucht nur noch dein Gehirn und deine Fortpflanzung. Deswegen reicht jetzt auch ein Löffel Preiselbeeren aus um dich mit genug Zucker für einen Tag auszustatten. Oder du wirst sehr schnell sehr dick.“
„Na was für Aussichten. Ich liebe Brötchen am Morgen mit Quark und dick Marmelade.“
„Dann musst du Dinkelbrötchen mit Diätmarmelade essen.“
Jessica verzog das Gesicht. Inzwischen war die erste Beinscheibe vertilgt und die zweite folgte. Und dann die dritte und noch eine vierte. Dann fühlte sie sich erst gesättigt. Sie schaute an sich herunter, weil sie erwartete, einen Bauch zu sehen, aber sie sah nur auf ihre Scham.
„Sag mal Jannet, gibt es in diesem Haus auch irgendwo einen Kleiderschrank? Ich würde gerne mal wieder was anziehen.“
Jannet schaute sie verwirrt an. „Warum willst du was anziehen? Wir sind doch unter uns. Ich glaube nicht, dass wir hier viele Kleider in unserer Größe haben. Bis auf Pias Sachen im begehbaren Kleiderschrank.“
„Jan? Du bist doch da. Besorg mir was zum Anziehen. Und auch für Jannet.“
„Geht klar, Boss.“
„Was hast du mit Jan gemacht, seine KI klingt ja plötzlich so anders.“

Jessica schaut erst einmal wieder verwirrt zu Jannet, aber sah da nur ehrliche Unwissenheit. Martin, er hat ihr immer noch nicht die volle Wahrheit gesagt.

„Kannst du dich noch an die Erzählung von deinem Vater erinnern. Über das Schicksal der anderen?“
„Ja leider. Tote und Krüppel um meinet Willen.“
„Das war gelogen.“
„Mehr Tote?“
„Keiner ist tot, zu mindestens nicht im Geist. Dein Vater hat sie ins Haus eingebaut. Jan ist keine KI. Er war ein Motorradfahrer, der eine unangenehme Begegnung mit einer Betonwand hatte.“
„Keine KI?“
„Keine KI.“
„Jan?“
„Ja Jannet?“
„Du bist wirklich ein Mensch?“
„Zumindest mein Kopf und Teile meines Körpers sind dass noch, ja. Auch wenn ziemlich viel fehlt.“
„Was fehlt den?“
„Z.B. mein Skelett. Das lag vollkommen in Trümmern und war nicht mehr zu retten. Aber jetzt, wo Jessica bewiesen hat, dass es geht, habe ich die Hoffnung endlich wieder richtig zu werden. Die Hoffnung gab sie uns allen.“
„Wer alle?“

Jessica klärte sie über die wahre Natur ihrer Welt auf und erzählte ihr von allen versteckten Personen, von denen sie so wusste.

Jannet schaute betrübt auf ihren Teller. „Und ich habe sie immer wie Maschinen behandelt und war nie richtig nett zu ihnen.“

Sie fühlte sich gerade über den Kopf gestreichelt, und getröstet.

„Nicht traurig sein kleine Missi. Wir immer achtgeben auf kleine Missi, damit ihr gut geh’n und groß und Stark sein.“
sagte ein Stimme mit japanischen Unterton aus den Lautsprechern.

Später waren sie wieder in ihrem Zimmer und sahen sich die Auswahl der Kleidungsstücke an, die Jan organisiert hatte. Keines passte richtig, sie waren zu schlank oder zu kräftig dafür, aber es machte den beiden einen Heiden Spaß, sie an zu probieren. Jessica hatte Pia ja bisher noch nicht kennen lernen dürfen, aber sie hatte den Eindruck, dass sie eine recht zierliche Person war. Zum Schluss zogen beide nur lange Shirts an, von denen der Kleiderschrank eine große Auswahl hatte. Die beiden Slips ließen sie weg. Danach war ein Besuch im Labor angesagt: Funktionsscheck. Als sie in ihren weißen Shirts das Labor betraten, sahen sie im ersten Moment aus wie zwei Engel.

„Fehlen nur noch Flügel“, sagte der Professor laut.
„Hättest ja welche züchten können“, sagte Jessica breit grinsend.

Jessica schaute sich im Raum um und sah nun, dass alle zehn Tische belegt waren. Überall hingen Beine und Arme herum, Schläuche hingen von den Decken und die Assistenten flitzen von einem Tisch zum anderen.

„Ihr seit ja Richtig fleißig.“
„Natürlich, euer Erfolg hat die anderen beflügelt und wir wollen diese Stimmung ausnutzen. Euer gutes Beispiel wird hoffentlich Schule machen und den anderen Beine. So nun sorgt erst einmal dafür, dass Monika auf die Beine kommt. Sie schläft noch.“
„Wo ist sie denn?“
„Sie liegt auf dem Sofa.“

Die Mädchen schauten zum Sofa und da lag Monika. Zusammengerollt ein Arm zwischen den Beinen, einer unter dem Kopf.

„Habt ihr sie so hingelegt?“
„Nein, das machte sie im Schlaf automatisch. Das Unterbewusstsein benutzt den Körper meist viel schneller als der denkende Geist, der ist meist im Weg.“
„Was sollen wir jetzt machen?“
„Weckt sie und seht zu, dass ihr mit ihr heraus kommt.“ sagte der Professor.
„Engel oder Wachkitzeln?“ fragte Jessica.
„Kitzeln und dann fangen spielen.“ antwortet Jannet verschmitzt.
„Okay. Eins, zwei, drei. Attacke.“

„Das hat tatsächlich funktioniert“, sagte Jan in den Raum, als die Mädels raus waren. „Wie gerne würde ich erleben, wie das wäre so geweckt zu werden.“
„Ich hab hier jetzt einen Tisch frei, wenn du willst? Dein Dienst wird ja nicht mehr gebraucht. Die Mädchen kommen auch ohne dich von a nach b.“
„Ist das dein Ernst, Professor?“
„Mein voller Ernst. Wenn es gelingen würde, dich wieder in einen Körper zu bekommen, dann schaffen wir es bei jedem. Du bist unser schwerster Fall. Allerdings würdest du wohl Wochen brauchen, um auch nur einen Finger zu bewegen.“
„Mit den dreien als Krankenschwester gehe ich jeden Weg.“
„Du bekommst den Boss als Krankenschwester, Jan“, sagte Nicole.
„Also Jessica! Okay, nehme ich.“

Nach dem Jessica Jannet und Monika alleine in ihrem Zimmer ließ, weil der erste Tag doch schon ganz anstrengend für die beiden war und sie ein Mittagsschläfchen brauchten, zog es Sie in den Garten. Sie brauchte etwas Zeit, um ihre Gedanken zu sammeln. Sie musste sich über den Morgen im klaren werden.
Als sie den nackten gegrillten Körper gesehen hatte, war sie geil geworden und hatte sich sofort deswegen geschämt. Ihre Behauptung, Menschenfleisch wäre ekelig, war eine Lüge, die sie sich und Jannet aufgetischt hatte. Aber auch das Blut von Monika hatte sie geil gemacht. Sie wollte nicht so sein wie diese Menschen, aber sie musste wissen, ob sie nicht genau so war.
War sie vielleicht auch eine Tochter von Menschenfressern und wusste es nur noch nicht. Sie verwarf den Gedanken ganz schnell. Nur wenn man auf blutiges Rumpsteak stand, war man nicht automatisch ein Menschenschlachter. Es war das eine, von jemanden zu essen. Es war etwas anderes, jemanden zu töten und zu essen. Sie glaubte für sich den entscheidenden Unterschied gefunden zu haben. Sie würde nie jemanden Absichtlich töten.
Aber die Typen und die, die so waren wie sie, mussten aus dem Verkehr gezogen werden. Plötzlich kam ihr ein perfider Plan. Es würde ein letztes Dolcett-BBQ geben. Und diesmal würde es echtes Menschenfleisch geben. Und danach hätte dieses Haus unzählige neue Bewohner, die die Plätze der alten einnehmen würden. Beschränkt auf den Bunker. Gehalten wie Nutzvieh. Für andere perverse Fetischisten, die darauf standen, Torsos zu ficken. Sie hat nun einen Plan und den wollte sie auch in die Tat umsetzen. Sie musste nur noch heraus bekommen, zu wie viel ihr neuer Körper fähig war. Sie war grade an einer Stelle des Gartens angekommen, wo Holz zum hacken lag.

„Schwere Arbeit“, dachte sie, „Bestens.“

Sie hob einen mittelgroßen Klotz auf den Bock.

Sie nahm die Spaltaxt und wog sie mit den Händen ab. Ja ein gutes Schwunggewicht. Sie holte aus und hieb ordentlich damit zu. Das Ergebnis war erstaunlich. Sie hatte ja gewusst, was sie tat. Hatte sie doch schon zuhause das Holz gehackt. Aber hier spaltete nicht nur das Holz, auch der Bock war gespalten. Sie sah auf das Gewicht der Axt und stockte. Zuhause benutze sie eine 2 Kilo Axt. Diese hier wog 5 Kilo und sie fand sie zu leicht. Sie hatte also genug Kraft, um einen von ihnen in Schach zu halten. Sie nahm die Axt und zielte. Sie flog genau zu dem Baum, zu dem sie wollte. Nur hängen blieb sie nicht, aber soviel Koordination reichte aus. Jetzt nur noch Jan fragen, wegen der Rückendeckung und dann würde sie loslegen.
Im Haus war Jan nicht ansprechbar. Das fand sie merkwürdig und beschloss einen Abstecher in den Keller zu machen. Im Labor waren alle fieberhaft um einen der größeren Tische beschäftigt. Auf den anderen lagen nun viele vollständige Körper, deren Besitzerinnen jedoch noch schliefen. Plötzlich kam vom Tisch Jans Stimme.
„Bitte lasst sie mich so nicht sehen, ich will als vollständiger Mensch zu ihr, nicht als Ersatzteillager.“
„Jan?“
„Jessica, geh bitte raus. Es ist Grad eine schwierige Phase. In 12 Stunden kannst du wieder kommen.“ sagte der Professor ohne sich um zu drehen.
„Okay“, sagte sie und nahm einen OP-Koffer aus dem Schrank an der Tür. Sie wusste, dass der Professor dies für Mobile Einsätze im Feld konzipiert hatte. Er sagte Skiunfälle, Jan sagte Kampfeinsätze. Für das, was sie vorhatte, sollte da alles drin sein.
„Ich werd euch nicht stören.“
Flux war sie in der Küche des Dolcettkellers. Hier bereitete sie erst mal den Inhalt des Koffers vor sich aus. Es war alles drin, was man zum auf und zu machen eines Körpers brauchte, nur als High-Tech Variante:
– Akkubetriebene Laserscalpelle.
– Elektronische Spreitzer
– Ein tragbares Durchleuchtungsgerät.
– Einige Ampullen verschiedester Betäubungsmittel von örtlich bis total.
– und natürlich der Wundkleber, der keine Narben hinterließ.
Besonders die Ampullen, worauf Muskelbetäubung stand, hatten Jessica besondere Aufmerksamkeit. Damit könnte sie die Herrschaften bewegungsunfähig bei wachen Verstand machen und könnte sie vielleicht sogar auf dem Tisch zerlegen statt in einem der Gestelle. Sie entschied die Laserscalpelle zurück zu lassen. Die glänzenden Küchenmesser der Japaner waren mehr das, wo nach ihr der Sinn stand. Der Effekt war da auch schöner und man konnte sich darin spiegeln.

Bevor sie alles auf den Servierwagen sortierte, überlegte sie noch, ob sie das Shirt anlassen sollte und zog es dann aus.
Nackt schob sie den Wagen in das Zimmer mit den Gästen.

„So meine Dame, meine Herren. Es wird Zeit, sie auf ihr neues Leben vor zu bereiten, als Dolcettvieh. Heute sind drei Plätze im Toyclub frei geworden. Wie sie sehen, haben meine Wenigkeit und die Damen meiner Begleitung durch sie die Freiheit zurück erhalten. Und den Besitz eines neuen Körpers.“

Jessica ließ die Worte wirken und präsentierte dabei ihre gesamte Schönheit dem nicht zahlenden Publikum.

„Auf besonderen eigenen Wunsch möchte ihnen nun das Schenken, was ihres gleichen mir getan hat. Aber ich gebe Ihnen die Wahl. Sie dürfen selbst entscheiden, was es sein soll. Zur Wahl stehen:
– Teilnahme am nächsten Dolcett als Speise. Es wird Sushi geboten. Zwei Plätze sind für zwei von Ihnen reserviert.
– Dann hätten wir drei Plätze frei im Toybordell.
– Der Rest von ihnen erhält freien Zugang zu unseren Stallungen.
Sie haben nun die Wahl, oh Entschuldigung. Die Knebel.“

Jessica ging zu den Gefesselten und entfernte die roten Ballknebel aus den Mündern. Sofort waren Beschimpfungen zu hören und Fragen darüber, ob sie nicht wisse, wer sie seien und die sofortig Freilassung wurde befohlen und so weiter. Jessica setze sich auf den Tisch mit geöffneten Beinen, zeigte ihrer so deutlich hervorgehobene weiße Weiblichkeit und zeigte deutliches Interesse am Tisch. Es war ihr bisher nicht aufgefallen, aber er war alt. Richtig altes massives Holz. Poliert und lackiert und mit Einschusslöchern und Granatsplitter drin. Sie hatte die deutliche Vermutung, dass dieses Holz aus einem Schützengraben sein könnte. Wie passend so etwas zu haben, wenn man bedachte, wo der Dolcett in diesem Teil der Welt seinen Ursprung hatte.

Wieder kam ihr eine neue Idee. Der nächste Dolcett würde das Thema Historie haben und die beiden Brüder wären dabei die speziellen Gastgeber. Sie grinste breit, vor allem weil die beiden gerade den perfekten Aufhänger dazu boten.
„Schlampe, lass uns frei und wir werden deiner jungfräulichen Fotze zeigen, was Schwänze aus Kruppstahl so drauf haben.“
„Gratulation die Herren. Sie haben sich gerade für die beiden Plätze des Dolcett qualifiziert.“

Jessica angelte sich die Betäubungsspritze vom Wagen und wackelte mit lasziven Hüftschwung auf die beiden zu. Sie baute sich so vor dem ersten auf, dass ihre Scham Zentimeter vor seiner Nasen schwebte, und drückte im das Narkotikum in die Oberarme. Der andere bekam auch schnell seine Dosis. Dann trat sie hinter sie und betäubte die Oberschenkel. Nun konnte sie die beiden freilassen. Sie versuchten natürlich sofort, ihrer habhaft zu werden. Aber die Betäubung sorgte dafür, dass sie einen harten Aufprall auf dem Boden erlebten.

„Was hast du gemacht?“
„Nur für Chancengleichheit gesorgt.“ Jessica hockte sich neben den ersten von den beiden. „Na? Wollen wir beide?“

Ohne groß auf die Antwort zu warten, zog sie den Mann an seinen Armen hoch, griff ihm unter ein Bein und hebelte ihn mit dem Rücken auf den Tisch.

„Oh man, wie Liebe ich diesen neuen Körper“, dachte sie, als sie das mit nicht all zu großer Anstrengung bewältigt hatte. Der nun auf dem Tisch liegende Bruder, es war der, den Jannet in ihrem Arsch stecken hatte, hatte wirklich ein sehr einladendes Geschlecht. Sie überlegte kurz, ob sie sich selber darauf aufspießen sollte, vaginal, sagte sich aber dann, dass diese Ehre dem wieder auferstandenen Jan zuteil werden sollte. Aber, sie hätte ja noch eine zweiten Eingang und den hat sie ja sowieso schon häufiger im Gebrauch. Sie schaute dem Typen tief in die Augen und senkte sich auf dem Stab hinab.
„Man war der Geil. Es war schon etwas anderes, ein Dildo oder ein echter Schwanz. Eigentlich hatte er diesen lüsternen Ausdruck in seine Augen nicht verdient“, dachte Jessica und zog sich das Tablett mit ihren Utensilien heran. Sie nahm das Metzgerbeil zur Hand und wiegte es in der Hand, während sie sich selbst auf dem Stab auf und ab bewegte. Der Typ hatte seine Augen geschlossen und genoss die Behandlung.
„Das werde ich austreiben“, dachte Jessica und mit einem wuchtigen Schlag durchtrennte sie den linken Oberarme des Mannes. Dieser viel poltern zu Boden. Das aus dem Stumpf spritzende Blut saute alles voll, auch Jessica. Sie fühlte die nasse leicht cremige Flüssigkeit auf ihrer Haut. Sie schmeckte das eisenhaltige darin, als sie den Mund öffnete und sich die blutigen Finger hinein steckte.
„Es ist köstlich. Da muss mehr kommen.“ war ihr Gedanken.
Ein zweiter Hieb trennte auch den anderen Arm vom Rumpf des Mannes. Er schrie jetzt, nicht wohl aus Schmerz, eher aus der Erkenntnis seine Arme verloren zu haben. Sein Schwanz erschlaffte und brachte Jessica näher ans hier und jetzt. Durch ihr vor Geilheit benebeltes Gehirn waberte die Erkenntnis, das sie den Blutfluss stoppen musste, sonst wäre der Kerl bald tot.

„Weg ist weg, da ist noch einer, den braucht die Welt nicht.“ aber diese Überlegung ignorierte sie und griff zum Laserscalpell. Zuerst versiegelte sie die Hauptatterie. Danach nahm sie eines der scharfen Küchenmesser und schnitt dir Haut bis zur Brust ein. Sorgfältig, wie bei einem Kaninchen, das ihr Vater mal geschlachtet hatte, entbeinte sie den Knochenstummel und legte das Schultergelenk frei. Sie entfernte den Knochen und alle Sehnen. Die Brustmuskulatur verband sie nun mit der Rückenmuskulatur und so weiter immer ein Muskel mit seinem Gegenspieler. Danach brachte sie die Haut darüber zusammen und verklebte alles mit dem Hautkleber sorgfältig. Als sie sich aufrichtete, war sie echt glücklich, das so gut hinbekommen zu haben.
Da wurde ihr plötzlich etwas klar. Es war nicht das Blut, das Fleisch, der Sex oder etwas in der Art, was sie befriedigte. Sie mochte es, in einen Körper auf diese ungewöhnliche Art vorzudringen. Ob der Mensch litt, ob der Mensch Angst hatte, schrie, wimmerte, das war ihr egal. Eigentlich störte es sogar. Damit war ihr auch klar, was sie in Zukunft nachdem hier machen wollte, sie wollte Chirurg werden. Vielleicht brauchte Nicole und Martin bei ihrem Tun noch eine helfende Hand…

Bunlar da hoşunuza gidebilir...

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